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KoKi

Urachstraße 40
79102 Freiburg im Breisgau
Deutschland

Urachstr.40, Freiburg

Das dreitägige Programm bietet ein breites, vielfältiges Spektrum. Das Filmprogramm umfasst politische Dokumentationen, kulturelle Einblicke aus den verschiedenen kurdischen Regionen (Türkei, Iran, Irak, Syrien) sowie filmische Perspektiven auf das Leben in der Diaspora. Besonderes Augenmerk liegt auf dem differenzierten Blick auf das kurdische Leben im Nahen und Mittleren Osten inmitten der dortigen komplexen politischen Gemengelage.

Die kurdischen Regionen spielen historisch wie aktuell eine tragende Rolle bei gesellschaftlichen Umbrüchen. Dies zeigte sich zuletzt auch bei der Frauenbewegung im Iran: Die anhaltenden Proteste begannen in den kurdischen Städten Saqqez und Sanandaj am Abend der Beerdigung von Jina Amini. Der kurdische Slogan „Jin, Jiyan, Azadî“ wurde zum zentralen Slogan der gesamten Protestbewegung. Ergänzend sind Publikumsgespräche mit geladenen Gästen sowie Beiträge zu kurdischer Kunst, Literatur und Live-Musik geplant, um ein facettenreiches Programm zu bieten.

 Zur feierlichen Eröffnung des ersten Kurdischen Filmfestivals spielt der kurdische Musiker Hozan Axîn die traditionelle Saz begleitet von Gesang. Anschließend zeigen wir den preisgekrönten Kurzfilm DANCING AMID FIRE, RISING ABOVE RUINS der kurdisch-iranischen Regisseurin Essmat Sophie, der sich mit den Themen Trauma, Krieg und weiblichem Widerstand befasst. Den Hauptfilm des Abends bildet der Stummfilm ZARE, der 1926 unter der Regie des armenischen Filmpioniers Hamo Beknasarjan entstand und live von Barbara Lenz am Klavier begleitet wird. Der Film gilt als einer der ersten Filme überhaupt, die das Leben kurdischer Menschen darstellen. Im Zentrum der Handlung steht die dramatische Liebesgeschichte zwischen der jungen Zare und dem Hirten Seydo, die auf den Hängen des Berges Alagjas um ihr gemeinsames Glück kämpfen. Dabei gerät das Paar ungewollt in die gefährlichen Machtspiele eines lokalen Stammesführers und der zaristischen Behörden.

AUFTRITT: HOZAN AXÎN

 

Hozan Axîn ist ein zeitgenössischer kurdischer Sänger und Songwriter, der die reiche Musikkultur seiner Herkunftsregion mit modernen musikalischen Ausdrucksformen verbindet. Mit seinen Songs setzt er sich mit der Verbundenheit zur Heimat, den Erfahrungen in der Diaspora und dem unermüdlichen Streben nach Selbstbestimmung ein. 

ZARE

 

Der Film ԶԱՐԵ / ZARE, der Ende 1926 produziert wurde, war der zweite armenische Stummfilm überhaupt. Genau wie der erste, NAMUS, wurde er von dem Kinopionier Hamo Beknazarian (1891-1965) geschrieben und inszeniert. Der Film, eine Mischung aus Thriller und Melodram, spielt im Jahr 1915 an den Hängen des Berges Alagyaz und erzählt die Geschichte eines kurdischen Mädchens namens Zare und ihres Geliebten Saydo, die unfreiwillig in die Machenschaften des Stammesführers Timurbek mit den zaristischen Behörden verwickelt werden. Der Film gilt auch als einer der ersten Filme, der das Leben kurdischer und jesidischer Menschen darstellt.

Davor Kurzfilm: DANCING AMID FIRE, RISING ABOVE RUINS

Das erste kurdische Festival im Kommunalen Kino in Zusammenarbeit mit dem gemeinnützigen Verein Avesta e.V. – neu gegründet von engagierten jungen Kurd*innen und Nicht-Kurd*innen in Freiburg.