Letztes Jahr haben wir im AKS über Überlastung, Burn-Out und die scheinbare Universal-Lösung "individuelle Abgrenzung" gesprochen. Das Narrativ lautet: "im Sozialen Bereich Beschäftigte sollen*müssen sich einfach nur besser abgrenzen von ihrer Arbeit". Bei der Veranstaltung wollen wir dieses Narrativ nun kritisch unter die Lupe nehmen und neue Perspektiven "Jenseits der Individualisierung" entwickeln.
Der Vortrag zeigt auf Basis eines laufenden DFG-Projekts, wie in der klinischen Behandlung arbeitsbezogenen Leidens häufig individuelle anstatt struktureller Ursachen betont werden.
Zunächst wird das betrachtete Leiden theoretisch als Soziales Leiden konzipiert, gefolgt von der Vorstellung der zentralen Projektergebnisse. Abschließend wird durch das Konzept der strukturellen Kompetenz verdeutlicht, wie Fachkräfte in der (klinischen) Sozialarbeit ein kritisches Bewusstsein für gesellschaftliche Bedingungen entwickeln und in ihre Praxis integrieren können. Wie das gelingen kann, ohne sich dabei selbst zu überfordern, wollen wir im Anschluss gemeinsam diskutieren.
Herzliche Einladung an alle Interessierten. Wir freuen uns auf den gemeinsamen Austausch!
Was ist der aks Freiburg?
Im aks Freiburg treffen sich Praktiker*innen, Lehrende und Studierende der Sozialen Arbeit und angrenzender Disziplinen. Wir setzen uns kritisch mit aktuellen und politischen Themen der Lehre, Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit auseinander.
Barrieren und Zugang:
Die Veranstaltung findet in deutscher, schwerer Lautsprache statt. Der Input wird akustisch verstärkt. Es gibt aber Zeiten für Austausch dazwischen, die nicht verstärkt werden. Der Raum ist über eine Rampe berollbar und hat eine berollbare all-gender Toilette. Bilder und Informationen zu räumlichen Barrieren des Veranstaltungsraums im HdE: https://haus-des-engagements.de/ueber-uns/barrierefreiheit/ Habt ihr Fragen oder Wünsche? Meldet euch gerne: aks-freiburg@gmx.de
Kontaktmöglichkeit für individuellen Bedarf: aks-freiburg@gmx.de