Die Verfolgung und Vertreibung der Rohingya zählt zu den großen humanitären Krisen unserer Zeit, ist jedoch weitgehend aus der medialen Aufmerksamkeit verschwunden. Zwei Dokumentarfilme beleuchten aus unterschiedlichen Perspektiven das Leben im Exil, die Gefahren der Flucht und die schwierige Suche nach Sicherheit und Zugehörigkeit. Das Arnold-Bergstraesser-Institut begleitet und ergänzt beide Filme mit Einführung, Gästen und Gesprächen.
In Kooperation mit dem Arnold-Bergstraesser-Institut (ABI)
WANDERING – A ROHINGYA STORY
2017 fliehen unzählige Rohingya vor der Verfolgung in Myanmar nach Bangladesch. 600.000 von ihnen geraten im Flüchtlingslager Kutupalong in eine scheinbar endlose Warteschleife. Der Geflüchtete Kala Miya bezeichnet es als “einen Ort jenseits von Raum und Zeit”. Seine Gedichte bilden das poetische Gerüst des Films von Mélanie Carrier und Olivier Higgins, die den Alltag im Lager in ruhigen, sorgfältig komponierten Bildern beobachten, zwischen Essensausgabe, spielenden Kindern und Fußball. WANDERING – A ROHINGA STORY ist der erste vollständig in der Sprache der Rohingya realisierte Film.
Mi 18.11., 19:00, Einführung Dr. Anas Ansar, ABI, Kanada 2020, OmeU, 88 Min., Regie: Mélanie Carrier, Olivier Higgins