Wie erzählt man eine Geschichte, wenn die Bilder fehlen? „Anabasis“, das antike Werk von Xenophon, beschreibt eine Reise, die zugleich Heimkehr und Aufbruch ins Ungewisse ist. Aufgrund ihrer Verbindungen zur Japanischen Roten Armee erleben May Shigenobu und Masao Adachi ihr eigenes Anabasis, vom Exil in Beirut zurück nach Japan. May lernt Japan erst mit 27 Jahren, nach der Verhaftung ihrer Mutter Fusako, kennen. Der Filmemacher Masao Adachi versucht mit Landschaftsaufnahmen die politische Unterdrückung im Libanon aufzuzeigen, doch nach seiner Verhaftung werden diese zerstört. In diesem Essayfilm verwebt Eric Baudelaire diese Geschichten und fragt, wie sehr sie von der Abwesenheit der Bilder geprägt werden.
In Kooperation mit dem Kunstverein zur Ausstellung von Simon Lässig & Vera Lutz von 19.09.-01.11.
Frankreich, Japan 2011, OmU, 66 Min., Regie: Éric Baudelaire
Di 29.09., 19:30, zu Gast per Zoom: Éric Baudelaire