Mo, 13.07.2026, 19 Uhr
Tischgespräch
Von Dingbiografien und Kleiderschrankinventaren – Konsumkritische Gedanken zu
Kleidung

mit Ann-Kristin Reinkenhoff

Der Kleiderschrank ist architektonischer Aufbewahrungsort und der textile Besitz zu gleich. Popkulturell changiert der Blick auf Kleiderschränke dabei zwischen der Capsule Wardrobe – dem Leben mit ca. 50 Kleidungsstücken – oder dem Ankleidezimmer à la Carrie Bradshaw aus Sex and the City, die selbst ihren Backofen als Stauraum nutzt. Der Kleiderschrank fungiert als Mittel zum Zweck, als Liebhaber*innenobjekt und Aushandlungsort von Konsum, Körper und Biografie. Dabei wird kaum ein Alltagsding so sehr mit Bedeutung aufgeladen, wie die Kleidungsstücke, die wir am Körper tragen.

Doch wie verhandeln wir in Deutschland unsere eigene Kleidung, ihre Neuanschaffung, ihre Nutzung, die (Nicht-)Reparatur und auch die Entsorgung? Wie wird einem vermeintlichen „zu viel“ oder „zu wenig“ begegnet? Welche Erwartungen an den idealen Kleiderschrank gehen damit einher und können wir überhaupt „richtig“ konsumieren?

Ann-Kristin Reinkenhoff (sie/ihr) ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Empirische Kulturwissenschaft an der Universität Freiburg. Zu ihren Forschungsinteressen gehören Kleidung/Textilien/Mode, materielle Kultur, Konsumpraktiken sowie der globale Secondhand- und Alttextilhandel.

Mit dem Tischgespräch, das als Veranstaltungsreihe im Rahmen der Ausstellungen des Kunstvereins angelegt ist, werden Inhalte, Themen und Kontexte der gezeigten künstlerischen Arbeiten zugänglich gemacht, befragt und erweitert. Die Ausstellung ist Anlass, Fragen zu stellen und was als gesetzt gilt, anzweifeln zu dürfen, Begegnung, Denkanstoß sowie Teilhabe zu erzeugen und gemeinsames Verlernen zu erproben. Mit einem Tisch wird in der Ausstellungshalle eine Arbeitsstation geschaffen. Eine Person, deren Praxis oder Forschungsschwerpunkt im Hinblick auf die Ausstellung besonders interessant ist, wird eingeladen, um einen Impulsvortrag zu halten und gemeinsam mit den Gesprächsteilnehmer*innen gesellschaftspolitische Fragestellungen über die Ausstellung und den Ausstellungsraum hinaus zu verhandeln.

Die Teilnahme ist kostenlos und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Tischgespräch zur aktuellen Ausstellung im Kunstverein
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Organization