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KTS - Kulturtreff in Selbstverwaltung (KaTS)

Basler Straße 103
79100 Freiburg im Breisgau
Deutschland

Treppen, keine berollbare Toilette

Sahrauischer Tee, kurze thematische Einführung, Kurzfilm und Zeit für Gespräche

Insumisas: Die Geschichte des Widerstands der Frauen in der Westsahara (2023, 26 Minuten)

Das ist der erste Teil einer längeren Veranstaltungsreihe des Infoladens in der KTS zusammen mit unseren Freund*innen der Migrantifa, dem iz3w, dem EWF-Freiburg und dem Stura Freiburg.
Mitte November wird die nächste Veranstaltung sein: Profit over Peace - Ressourcenplünderung in der besetzten Westsahara mit Alida Koos, einer der zwei Herausgeberinnen von WIDERWORTE <https://westernsahara.de/>

Vor 51 Jahren begann mit dem sogenannten „Grünen Marsch“ die marokkanische Besatzung der Westsahara. Während das marokkanische Königshaus diesen Einmarsch bis heute als nationalen Triumph feiert, gelten die Ereignisse um den 06. November 1975 als nationales Trauma für die lokale Bevölkerung, die Sahrauis. Für sie begann mit der Besetzung eine Geschichte von Flucht, Vertreibung und Genozid – eine Geschichte, welche bis heute andauert, denn der Großteil der sahrauischen Bevölkerung lebt nach wie vor in Geflüchtetenlagern im Südwesten des benachbarten Algeriens und wartet dort auf die ausstehende Selbstbestimmung und Rückkehr.


Um das Recht auf Selbstbestimmung und Unabhängigkeit zu untermauern, bauten die Sahrauis, angeführt von der Befreiungsbewegung POLISARIO, im algerischen Exil einen eigenen Staat auf – die Demokratische Arabische Republik Sahara, kurz DARS. Während die Unabhängigkeitsbewegung in der Anfangszeit und gerade in der ersten Phase der Besatzung noch auf eine relativ breite Unterstützung – gerade durch Staaten mit eigenen Kolonialerfahrungen – bauen konnte, so wenden sich heute immer mehr Staaten von einer Konfliktlösung im Sinne des internationalen Rechts ab und gehen zu einer Unterstützung des marokkanischen Autonomieplans über – darunter auch Deutschland. 

Doch so sehr auch versucht wird, die illegale Besatzung von ihren politischen und historischen Ursprüngen zu lösen, so sehr auch versucht wird den Konflikt als einen lokalen „Nachbarschaftsstreit“ darzustellen oder gar auf „separatistische“ Strömungen zurückzuführen – der Kern des Konflikts ist und bleibt ein kolonialer. 

Aber wie genau kam diese koloniale Situation überhaupt zustande? Welche neokolonialen Verstrickungen sorgen dafür, dass längst nicht nur das marokkanische Königshaus ein Interesse am status quo der illegalen Besatzung entwickelt hat? Wie ist die Situation vor Ort und wie leben die Sahrauis im algerischen Exil?

Die folgende Veranstaltungsreihe soll diesen und weiteren Fragen auf den Grund gehen und in die Hintergründe und Ursprünge der „letzten Kolonie Afrikas“ einleiten.

Kontakt: infoladen-freiburg(at)linksunten.ch

 

 

Sahrauischer Tee, kurze Einführung, Kurzfilm und Zeit für Gespräche
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