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Vom 24. Juni bis zum 1. August 2023 sehen Sie im Foyer der UB die Ausstellung „Eine figurative feministische Revolution in Iran.“

Seit dem Tod Jina Mahsa Aminis (16. September 2022) gehen viele Menschen in großen und kleinen Städten des Iran auf die Straße, um ihren Protest gegen die Unterdrückung durch das iranische Regime zu äußern. Das wichtigste Symbol dieser Proteste sind Frauen, die gegen die Kleiderordnung rebellieren und das Recht auf körperliche Selbstbestimmung einfordern. Dieser Widerstand gegen die Kleiderordnung – seit der Islamischen Revolution müssen sich Frauen im Iran verschleiern – greift das ideologische Fundament der Islamischen Republik an.

Die Islamische Republik begegnet dem mit massiver Gewalt. Sie lässt Menschen auf offener Straße erschießen. In den Gefängnissen setzt sie gezielt Vergewaltigung als Waffe gegen Inhaftierte ein. Menschen werden hingerichtet, weil sie für ihre Rechte demonstrieren. Dennoch dauern Proteste und ziviler Ungehorsam an.

Da die deutsche Islamwissenschaft sehr textbezogen ist, fällt es ihr schwer, die Ereignisse im Iran einzuordnen. Wir sind der Überzeugung, dass für das Verständnis der Proteste im Iran Bilder und Körperlichkeit von herausragender Bedeutung sind. Daher haben wir uns dazu entschieden, diese Ausstellung zu gestalten.
 

Ausstellung
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