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Ein gutaussehender Mann mit einer blutigen Schnittwunde im Gesicht starrt in die Dunkelheit; eine schöne Frau mit Kurzhaarschnitt und einem zurückhaltenden Lächeln bietet ihm Licht an. Er ist Zhou Zenong, ein stoischer Mafiaboss. Sie ist Liu Aiai und ihre Situation ist ein bisschen schwieriger zu erklären. "Soll ich dir vertrauen?", fragt er seine mysteriöse neue Freundin. Eine Frage, die wie ein Schatten über dem Rest des Films schwebt und selbst die wenigen Tagesszenen in einen unheilvollen Schleier hüllt.

In der ersten von mehreren langen Rückblenden, die zwei Tage in die Vergangenheit springen, wird geschildert, wie diese beiden Menschen vor einem leuchtenden Neonschild mitten im Nirgendwo zueinander gefunden haben. Aber See der wilden Gänse hat noch mehr zu bieten, denn Zhou tötet versehentlich einen Polizisten und entkommt in eine unbekannte Region des Sees der wilden Gänse, wo ein Kopfgeld von 300.000 Yuan (40.000 Dollar) auf ihn ausgesetzt ist. Dieser See liegt abseits jeglicher Kontrolle der Regierung, der Überwachungsstaat lässt noch auf sich warten. Diao Yinan erzählt hier die Geschichte der schleichenden Übernahme der staatlichen Übermacht über die bisweilen machtlosen Individuen, die in der ländlichen Region leben und lieber sich gegenseitig bekämpfen

Der aka-filmclub zeigt im Großen Hörsaal der Biologie Der See der wilden Gänse
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