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Die Spaltung der Sozialdemokratie während des Ersten Weltkriegs ist gerade in diesen Tagen – im Gedenken an die Novemberrevolution und die Wahlen zur Nationalversammlung – ein wiederentdecktes, weil spannendes Thema. Schon vor der organisatorischen Spaltung spiegelten sich die innerparteilichen Konflikte auch in den Frauenorganisationen der „alten Tante SPD“ wider. Ihre führenden Persönlichkeiten wie Clara Zetkin und Luise Zietz zogen aus ihrer sozialistischen Überzeugung die Konsequenz, Mitglieder der USPD werden und gegen den Krieg kämpfen zu müssen. Daraufhin wurden sie aus ihren einflussreichen SPD-Parteiämtern entlassen. Ihre Anhängerinnen sahen sich nun vor die schwere Entscheidung gestellt, ihnen in die unbequeme Minderheitenposition zu folgen oder nicht.

Wer waren die Frauen, die sich der USPD anschlossen und wie wurde mit ihnen als „Störenfriede“ z.B. in der „Gleichheit“ – dem Frauenorgan der SPD – umgegangen? Was waren Kernpunkte ihrer Politik? Wie gestaltete sich für manche von ihnen 1922 die Rückkehr zur SPD?

Dr. Mirjam Sachse ist Projektmitarbeiterin des Archivs der deutschen Frauenbewegung, Kassel; Ehemalige Promotionstipendiatin der Rosa Luxemburg Stiftung, Berlin; Förderverein für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung, Berlin)

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