Linkes Zentrum Freiburg (LiZ)

glümerstraße 2
79102 Freiburg
Deutschland

Die ersten Burschenschaften entstanden zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Kontext der deutschen Nationalbewegung. Gerade diese Typen studentischer Verbindungen verstehen sich aufgrund ihrer historischen Ursprünge als entschieden politische Bünde. Dabei vertraten Burschenschaften spätestens während des Deutschen Kaiserreiches klar völkisch-nationalistische Positionen, zu denen sich vor allem der größte Dachverband unter ihnen - die Deutsche Burschenschaft (DB)- bis heute vehement bekennt. In der jüngeren Vergangenheit befanden sich die burschenschaftlichen Dachverbände noch in einer Krise. Doch mit dem Aufstieg der AfD sehen Burschenschafter nun neue Chancen, ihre politischen Ansichten wieder salonfähig zu machen - und zwar nicht nur in der DB, sondern auch in vermeintlich gemäßigten Allgemeinen Deutschen Burschenschaft (ADB).

In dem Vortrag werden zunächst die Besonderheiten von Burschenschaften als bestimmte Verbindungsform sowie ihre geschichtliche Entwicklung skizziert, um in der Folge auf ihre gegenwärtige Verstrickung in der Neuen und extremen Rechten einzugehen. Zu guter Letzt werden auch die Freiburger Organisatoren der Jubiläumsfeier "200 Jahre Burschenschaft an der Universität Freiburg" und ihre politische Ausrichtung dargelegt.

Referent: Eric Angermann (Antifaschistisches Bildungszentrum und Archiv Göttingen , ABAG)

Organisiert vom Referat für Antifaschismus der Pädagogischen Hochschule Freiburg und der Antifaschistischen Linken Freiburg (iL).

Die Burschenschaften als Elitenschmiede der Neuen Rechten.
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