Die Aufgabe der Freiburger Revolutionären Studiengruppe ist es, zwei wichtige Standpunkte zu vertreten, die bisher von der linken Szene in Freiburg vernachlässigt wurden.

Erstens ist die FRSG als eine deutsch- und englischsprachige Gruppe offen gegenüber der Teilnahme der internationalen Studenten und Auswanderer, die in Freiburg leben.

Zweitens zeichnet die Studiengruppe eine oppositionelle Stellung gegenüber dem Revisionismus und ein Interesse an wahrhaften, revolutionären Theorien und Praktiken aus. Der Revisionismus ist die Beseitigung des Klassenkampfes im Marxismus. Diese opportunistische, rechte Neigung manifestiert sich in unterschiedlichen Weisen und ist der wesentliche Grund für die Ablehnung des linken Flügels und den Aufstieg der neoliberalen und imperialistischen »Sozialdemokratie« in Europa. Trotz unzähliger aktivistischer Bewegungen in Europa und dem Machtaufstieg verhältnismäßig radikaler Parteien, zum Beispiel Syriza, bleiben die zerstörenden, neoliberalen Herrschaftsstrukturen in Europa weiterhin bestehen. Diese Strukturen werden unangefochten bleiben, bis der Klassenkampf wieder im Mittelpunkt der revolutionären Theorien und Praktiken steht. Folglich bietet der Anti-Revisionismus die Möglichkeit zur Wiederentdeckung eben dieser Theorien und Praktiken - und es gibt so viel wiederzuentdecken! Vergraben hinter Jahrhunderten von gescheiterten Sozialreformen, gekennzeichnet durch unbedeutenden, aktivistischen Lebensstil und zahlreiche »sozialistische« Wahlerfolge, von denen jeder nur mit einem weiteren Dolchstoß in den Rücken des Proletariats endete. Hinter all dem liegt die spannende und wertvolle Vergangenheit der Menschen, die an die Macht kamen und die Herren ihrer eigenen Geschichte wurden. Dazu gehören die Pariser Kommune, die Russische Revolution, die Chinesische Revolution, die Unabhängigkeitskriege der ehemaligen europäischen Kolonien, die Studentenbewegung bis zum Mai 1968 und die Black-Power-Bewegung, um ein paar der bekanntesten Ereignisse zu benennen. Zur Information einiger weniger, westlicher Linker sind viele solcher revolutionären Kämpfe heute auf dem Vormarsch, so zum Beispiel in Ländern wie Indien oder den Philippinen. Durch das Lernen der Theorie hinter revolutionären Erfolgen dieser Art und ihren theoretischen Entwicklungen, welche durch die jeweiligen revolutionären Vorgehensweisen entstanden - und im Falle einer kapitalistischen Wiederherstellung, auch was ihren Untergang verursachte - öffnen wir eine Tür zu revolutionärer Wissenschaft. Diese rückt den Klassenkampf in den Mittelpunkt einer historischen Bewegung in Richtung der Befreiung von der Tyrannei des Kapitals. Kurz gesagt, die Freiburger Revolutionäre Studiengruppe ist für diejenigen, die die Neigung des linken Flügels für missglückte Strategien satt haben und für diejenigen, die die revolutionäre Theorie wiederentdecken und diese bei so vielen Gelegenheiten ausüben wollen, dass die herrschende Klasse bis an den äußersten Rand getrieben wird.

»Wenn du es wagst, zu kämpfen, wagst du es zu gewinnen. Wenn du es nicht wagst zu gewinnen, dann gottverdammt, verdienst du es nicht, zu gewinnen.« Wenn du mit diesen starken Worten des Black Panther-Mitglieds Fred Hampton übereinstimmst, dann ist diese Studiengruppe definitiv die richtige für dich!

Unsere Einheitsgedanken / Our points of unity [English version follows]:

1. Als Mitglieder der Freiburger Revolutionären Studiengruppe, ist es unsere primäre Absicht, ein wissenschaftliches, anti-kapitalistisches und revolutionäres Verständnis über unsere konkreten Zustände zu entwickeln. Hinzu kommt die Fragestellung, inwiefern wir diese durch die richtige Anwendung von dialektischem Materialismus verändern können.

2. Der vorherige Punkt impliziert außerdem, dass wir uns mit einer konkreten und wahrhaft kritischen Neubewertung vergangener revolutionärer Erfahrungen und den aus ihnen resultierenden Theorien vom Standpunkt des Proletariats auseinandersetzen. Dies schließt die Fehlinterpretation des derzeitig hegemonialen, bürgerlichen, liberalen Diskurses aus.

3. Wir beschränken unsere Kritik nicht auf das kapitalistische System und dessen unmittelbare Aspekte, sondern weiten diese auf die derzeitige Linke, insbesondere in den Zentren des Imperialismus aus. Wir stellen fest, dass die Mehrheit der Linken Bewegungen an den revisionistischen Tendenzen festhält. Als Beispiele können Unterstützung des Parlamentarismus, bürokratische Strategien und Taktiken, das movementistische Dogma, ein gewisser „Lifestylism“ und eine eurozentrische Perspektive angesehen werden. Dies resultierte in wiederholten Fehlschlägen, dieses System auch nur zeitweise anzufechten. Das ist der Grund, aus dem wir auf revolutionäre Erfahrungen in der Vergangenheit und im Ausland zurück blicken, um uns Mittel anzueignen, um dieses System erneut zu bekämpfen. Dabei untersuchen wir ebenfalls die Fehler, um die revolutionäre Theorie weiter zu entwickeln.

4. Wir verhalten uns solidarisch gegenüber allen unterdrückten Klassen, Nationen und Identitäten in ihrem Kampf gegen die Tyrannei des Kapitals und das globale, imperialistische System.

5. In Anbetracht des vorherigen Punkte, tolerieren wir Folgendes nicht: Rassismus, Frauenfeindlichkeit, Cissexismus, Ableismus, Homophobie, Islamfeindlichkeit, Antisemitismus und reaktionären Nationalismus, einschließlich aber nicht beschränkt auf deutschen Nationalismus und Zionismus. In jedem Fall, bei dem solche Ansichten propagiert werden, muss sich der Schuldige mit einer ernsthaften, sinnvollen und umwandelnden Selbstkritik auseinander setzen. Das Scheitern, eine solche Selbstkritik zu formulieren führt zum Ausschluss aus der Gruppe.

*Refugees welcome

 

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The mission of the Freiburg Revolutionary Study Group is to fill two important positions that so far have been neglected by the Left in Freiburg.

Firstly, as a German and English-speaking group, it opens itself to improved participation from the large amount of international students and expats living in Freiburg.

Secondly, the study group is characterised by a common interest in anti-revisionist and truly revolutionary theory and practice. Revisionism is the removal of class struggle from Marxism. This opportunist right-wing tendency manifests itself in many ways and is the principal cause for the decline of the left and the rise of neoliberal and imperialist “social democracy” in Europe. Despite countless strong activist movements throughout Europe and even the rise to power of relatively radical electoral parties such as Syriza, the destructive neoliberal hegemonic order of Europe has gone unchallenged and it will continue to go unchallenged until class struggle is brought back as the centre point of a revolutionary theory and practice. Thus, anti-revisionism is the means to rediscovering a truly revolutionary theory and practice, and there is so much to rediscover! Buried behind decades of failed social movements characterised by petty activist lifestylism, and so many “socialist” electoral victories, each of which only ever resulted in another knife in the back of the proletariat, there lies an exciting and beautiful history of the people taking power and becoming the masters of their own history. This great history includes the Paris Commune, the Russian Revolution, the Chinese Revolution, the independence struggles of Europe's former colonies, the student movement leading up to May '68, and the Black Power movement, just to name some of the most renown. To the attention of few western Leftists, many such revolutionary struggles are still advancing today in the global periphery, in countries such as India and the Philippines. By studying the theory behind such revolutionary successes and the theoretical developments that sprung from their respective revolutionary practices, and in the case of capitalist restoration, what caused their downfall, we unlock the door to a revolutionary science that puts class struggle at the centre of a historical movement towards emancipation from the tyranny of capital. In short, the Freiburg Revolutionary Study Group is for those who are fed up with the Left's attachment to losing strategies and want to rediscover the revolutionary theory and practice that on so many occasions pushed the ruling class to the brink and even past it.

“If you dare to struggle, you dare to win. If you dare not to struggle then god damn it, you don’t deserve to win.” If those powerful words from Black Panther Fred Hampton resonate with you, then this study group is definitely right for you!

 

1. As members of the Freiburg Revolutionary Study Group, our central purpose is to develop a scientific, anti-capitalist and revolutionary understanding of our concrete conditions and how to change them through the correct application of dialectical materialism. (This implies that the Freiburg Revolutionary Study is not a political party in any way.)

2. The previous point implies that we engage in a concrete and genuinely critical reassessment of past revolutionary experiences and their resulting theories from a proletarian standpoint, which rejects the misrepresentations of the currently hegemonic, bourgeois, liberal discourse.

3. We do not limit our criticisms to the capitalist system and its immediate aspects, but extend them to the current Left, particularly at the centres of imperialism. We recognise that most of this section of the Left is trapped in revisionist tendencies by engaging in bourgeois democracy, bureaucratic strategies and tactics, movementist dogma, lifestylism and a Eurocentric outlook, resulting in a praxis of repetitive failure to challenge this system even temporarily. This is why we look to actual revolutionary experiences in the past and abroad for the tools to challenge this system again, while also critically examining their own failures in order to further develop revolutionary theory.


4. We stand in solidarity with all oppressed classes, nations and identities in their struggles against the tyranny of capital and the global imperialist system.

5. Considering the previous point, we do not tolerate racism, misogyny, cissexism, ableism, homophobia, Islamophobia, anti-Semitism, or any reactionary nationalism including, but not limited to, German nationalism and Zionism. Any instances of behaviour promoting such views must be addressed by the guilty party with a serious, meaningful, and transformative self-criticism. Failure to self-criticise appropriately results in expulsion from the group.

*Refugees welcome

 

E-Mail
freiburgrevolutionaries@gmail.com

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