Niko Paech ist einer der profiliertesten Wachstumskritiker Europas und wurde mit seinem Buch «Befreiung vom Überfluss» zum führenden Vordenker der Postwachstumsökonomie im deutschsprachigen Raum. Bei der Veranstaltung steht die komplett überarbeitete Neuausgabe seines Degrowth-Klassikers im Mittelpunkt.
Über die Postwachstumsökonomie:
Die lang gehegte Hoffnung, dass wirtschaftliches Wachstum durch technischen Fortschritt nachhaltig oder klimafreundlich gestaltet, also von Umweltschäden entkoppelt werden kann, ist längst an der Realität zerschellt. Das offenkundige Scheitern einer ökologischen Modernisierung impliziert, dass allein eine Reduktionsstrategie, bezogen auf Industrieproduktion, Techniknutzung, Konsum und Verkehr zur Wiedererlangung der ökologischen Überlebensfähigkeit menschlicher Zivilisationen führen kann.
Daran knüpft das Konzept der Postwachstumsökonomie an. Die Frage nach deren politischer Durchsetzbarkeit verweist auf eine Gespensterdebatte; sie stellt sich nicht mehr, weil die kaum mehr aufzuhaltende De-Industrialisierung Mitteleuropas automatisch zu einer solchen Konstellation führen wird.
Der Eintritt ist frei.
Format:
Vortragsabend
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