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Hebelschule

Engelbergerstraße 2
79106 Freiburg im Breisgau
Deutschland

Vortrag von Dr. Nikolai Huke, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Sozialökonomie der  Universität Hamburg. Er forscht und publiziert schwerpunktmäßig zu Migrationspolitik, Arbeitsbeziehungen, politischer Teilhabe und sozialer Ungleichheit.

Eine Veranstaltung von Association Nature et Développement en Afrique e. V. (ANDA e. V.) Freiburg unterstützt von Aktion Bleiberecht Freiburg.

In der öffentlichen Debatte um die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten stehen meist  Sprachkenntnisse, bürokratische Hürden oder der Aufenthaltsstatus im Fokus. Rassismus wird hingegen nur selten als zentrales Thema adressiert.

In seinem Vortrag zeigt Dr. Nikolai Huke (Universität Hamburg) auf, dass Rassismus ein grundlegendes Strukturprinzip ist, das die deutsche Arbeitswelt durchzieht und die Teilhabe Geflüchteter am Arbeitsmarkt systematisch behindert.

Basierend auf empirischer Forschung verdeutlicht Huke, dass rassistische Diskriminierung weit über Einstellungshindernisse hinausgeht: Sie erschwert die soziale Integration in den Betrieben und strukturiert den gesamten Arbeitsprozess, bleibt jedoch im Alltag oft unsichtbar.

Ein besonderes Augenmerk legt der Vortrag auf die Ohnmachtserfahrungen der Betroffenen. Ein Beispiel hierfür sind Fälle, in denen der Verlust eines Arbeits- oder Ausbildungsplatzes negative aufenthaltsrechtliche Folgen hat. Geflüchteten wird es hierdurch erschwert, sich gegen Ausgrenzung und Diskriminierung zur Wehr zu setzen. Zudem wird gezeigt, wie Rassismuserfahrungen zu gravierenden psychischen Belastungen und einer dauerhaften Platzierung am unteren Ende der betrieblichen Hierarchie führen können.

Um eine gleichberechtigte Teilhabe in der Arbeitswelt zu ermöglichen, so verdeutlicht der Vortrag, muss Rassismus konsequent sichtbar gemacht und sanktioniert werden. Neben einem flächendeckenden Netz an professionellen Antidiskriminierungs- und Rechtsberatungsstellen sowie  ehrenamtlichen solidarischen Unterstützungsstrukturen bedarf es einer grundlegenden Sensibilisierung der Arbeitsmarktakteure für dieses Thema.

 

Um eine gleichberechtigte Teilhabe in der Arbeitswelt zu ermöglichen, so verdeutlicht der Vortrag, muss Rassismus konsequent sichtbar gemacht und sanktioniert werden.
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