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Zu Tisch mit Denen, die Dein Essen anbauen
Wir, die Jabl Südbaden, bitten Euch an eine bäuerliche Tafel
am 17. April, dem Tag des kleinbäuerlichen Widerstands, ab 16 Uhr auf dem Platz der alten Synagoge.
In einer Zeit, in der genormte Produkte im Supermarkt die Erzeuger*innen in den Hintergrund drängen, holen wir den Acker in die Innenstadt und freuen uns auf Austausch, Begegnung und Gespräche
Es wird Essen geben, Musik gespielt, es gibt eine Ausstellung und eine Leseecke
Der Tag des Was?
Des kleinbäuerlichen Widerstands. Anlass des ersten seiner Art war ein Massaker 1996 im brasilianischen Eldorado dos Carajás, bei dem 19 Aktivist*innen der Bewegung der Landlosen gefoltert und ermordet wurden. In ihrem Gedenken und um ihren Kampf für eine gerechtere Landverteilung, bessere Arbeitsbedingungen und eine nachhaltigere Landwirtschaft für Mensch und Umwelt fortzuführen, begehen wir den Tag des kleinbäuerlichen Widerstands.
Warum Widerstand und gegen Wen?
Mehr als 70 % der Menschen werden hauptsächlich oder ausschließlich durch kleinbäuerliche Strukturen versorgt. Es sind die kleinen Höfe und Familienbetriebe, die die Versorgung des Groẞteils der Menschen sicherstellen, nicht die Agrarindustrie.
Und trotzdem liegt die Macht, gesichert durch Landbesitz, Monopole auf Saatgut oder privatisierte Quellen bei einigen wenigen großen Firmen - Monsanto und Nestlé streichen sich Gewinne ein, beuten Mensch und Umwelt aus und verdrängen kleine, familiengeführte Höfe. Aber wir sind noch hier!
Warum geht mich das was an?
Egal, ob du schon ewig darüber nachdenkst, wie Ernährungssouveränität in Zeiten von Klimawandel, Landgrabbing und Wasserknappheit funktionieren kann oder einfach wissen willst, wie die Paprika in den Supermarkt kommt, für alle ist der Tisch gedeckt. Essen geht uns alle an, also komm vorbei und sei mit uns FÜR IMMER SATT
Come to our farmers feast!
We, Jabl Südbaden, invite you to a farmers’ table
On April 17, Small Farmers’ Resistance Day, starting at 4 p.m. at the Old Synagogue Square.
At a time when standardized supermarket products are pushing small producers into the background, we bring agriCULTURE into the city center and look forward to sharing, connecting, and understanding each other.
There will be food, live music, an exhibition, and a reading corner.
The Day of What?
The international day of peasant struggles. We remember the 1996 massacre in Eldorado dos Carajás, Brazil, in which 19 activists from the Landless Workers’ Movement were tortured and murdered. In their memory we want to continue the struggle for fairer land distribution, better working conditions, and more sustainable agriculture for people and the environment.
Why resistance, and against whom?
More than 70% of the world’s population is supplied primarily or exclusively by peasant farming structures. It is the small farms and family-run operations that ensure food security for the majority of people, not the agribusiness industry.
And yet, power—secured through land ownership, seed monopolies, or privatized water sources—lies with a handful of large corporations: Monsanto and Nestlé rake in profits, exploit people and the environment, and drive out small, family-run farms. But we’re still here!
Why should I care?
Wether you’ve been pondering for ages how food sovereignty can work in times of climate change, land grabbing, and water scarcity, or simply want to know how the bell peppers end up in the supermarket, the table is set for everyone. Food concerns us all, so come on by and join us in being FULL FOREVER