Die Politik und Rhetorik gegen Geflüchtete verschärfen sich europaweit: Grenzen werden militarisiert, Menschenrechte eingeschränkt, Ausgrenzung und Kontrolle nehmen zu – an den Außengrenzen wie auch im Inneren Europas.
Doch vielerorts organisieren sich Initiativen und Aktivist*innen gegen diese Abschottung. Sie kämpfen für Bewegungsfreiheit, ein würdiges Leben für alle und den Zugang zu grundlegenden Rechten.
Ihr Widerstand ist politisch und praktisch zugleich: in Kampagnen und Protesten, aber auch ganz konkret dort, wo Solidarität gebraucht wird – an den Grenzen, in Lagern, auf Fluchtrouten und in den Städten. Bei dieser Veranstaltung stellen sich drei solcher Initiativen vor. Aktivist*innen erzählen von ihren Erfahrungen in den französischen Alpen, in Freiburg und in Griechenland. Berichte von Solidarität, Mut und dem unermüdlichen Einsatz für ein Europa ohne Mauern und davon, wie wir gemeinsam Grenzen überwinden können.
Damit niemand seine erste Nacht in Frankreich auf der Straße verbringt:
Das Refuges Solidaires unterstützt Geflüchtete in Briançon nach der gefährlichen Überquerung der Alpen. Anwohner*innen organisieren rund um die Uhr Unterkunft, Verpflegung, Kleidung und weitere Unterstützung und zeigen, dass eine solidarische Willkommenskultur möglich ist. Eine Unterstützerin berichtet von der täglichen Arbeit des Refuges.
Eine mobile Anlaufstelle für Frauen auf der Flucht
Rosa ist ein gemeinnütziger, queer-feministischer und antirassistischer Verein. In 4 Geflüchtetenlagern nördlich von Athen schaffen sie Safer Spaces für FLINTA auf der Flucht.
Auch in Freiburg sind sie aktiv: Die Lokalgruppe plant Aktionen und baut aktuell einen Saferspace vor Ort wieder auf.
Medizinische Hilfe darf nicht an Grenzen enden!
Medical Solidarity International kämpft mit ihren Einsätzen in Griechenland, im Balkangebiet und an den Grenzen der EU für das, was häufig als selbstverständlich angesehen wird: Zugang zu Gesundheitsversorgung für alle– unabhängig von Herkunft oder Aufenthaltsstatus. Eine Aktivistin berichtet vom Alltag in einem Projekt in Athen und die hiesige Lokalgruppe zeigt, wie auch von Freiburg aus wirksam unterstützt werden kann.