Die Methoden-Fortbildung richtet sich an Akteur*innen aus unterschiedlichen zivilgesellschaftlichen Kontexten, u. a. aus (südnord-)politischer Bildungsarbeit, Demokratiebildung und Anti-diskriminierungsarbeit. Egal, ob wir primär zu globaler Gerechtigkeit oder eher zu Demokratiebildung und Antidiskriminierung arbeiten: Viele von uns erleben aktuell einen zunehmenden gesellschaftlichen Rechtsruck, politische Polarisierung und autoritäre Tendenzen. Dies wirken sich konkret auf die eigene Arbeit aus: schrumpfende Handlungsspielräume, Förderunsicherheiten oder ein wachsender Rechtfertigungsdruck. Gleichzeitig ist der Bedarf an machtkritischer Bildungsarbeit und Demokratiebildung größer denn je. Also möchten wir einen Raum für Austausch, kollektive Reflexion und praxisnahe Weiterqualifizierung schaffen und gleichzeitig den Blick über den Tellerrand hinaus weiten und haben deshalb Referent*innen aus dem Globalen Süden eingeladen, die von ihrer langjährigen Praxis in politisch stark eingeschränkten Kontexten berichten. .
Schwerpunkte:
• Überblick zu aktuellen autoritären Entwicklungen in Deutschland und ihren Folgen für zivilgesellschaftliche (Bildungs-)Arbeit. .
• Perspektiven aus dem Iran und Brasilien: Erfahrungen + Strategien politischer (Bildungs-)Arbeit
• Gemeinsame Arbeits - und Diskussionsphasen, u.a. um die Übertragbarkeit der Anregungen aus den Inputs auf die eigene Praxis Demokratiebildung und süd-nord-Perspektiven) zu reflektieren. .
Inputs gibt es von:
Valéria Silva Fekete (sie/ihr) ist Journalistin, Diversity-Trainerin (Eine Welt der Vielfalt e.V.) sowie Beraterin für Betroffene von rechter Gewalt und seit mehr als 20 Jahren in mehreren Projekten mit (politischer) Bildung, Migration, Flucht und Diskriminierung tätig. In ihren Workshops und Vorträgen beschäftigt sie sich mit den Themen Sprache und Rassismus, (Post-)Kolonialismus, Diversität und Intersektionalität. Ehrenamtlich engagiert sich u.a. im Netzwerk BIPoC Freiburg für Demokratie und gegen Rassismus. Valéria produziert und moderiert die Sendung „Espaço Aberto“ bei Radio Dreyeckland, wo sie sich mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Ereignissen aus Brasilien beschäftigt. .
Stefan Brandstetter (er/ihm) ist Sozialpädagoge und arbeitet als Lehrbeauftragter der KH Freiburg zu den Themen Rechtsextremismus (Schwerpunkte Rechte Aktionsformen, Rechter Lifestyle und Rechtsextremismusprävention) und ist Referent des Bündnisses Aufstehen gegen Rassismus und Mitglied der VVN - BdA. .
Seen (they/them) ist eine in Europa lebende iranische Aktivist*in. Seens Forschungsaktivitäten und Organizing drehen sich um die Lebensrealitäten marginalisierter und von Armut betroffener Gemeinschaften im Iran – vor allem dort, wo mehrere Formen systemischer Gewalt sich überschneiden. Dazu gehören unter anderem Frauen, LGBTQ+-Personen, Kurd*innen und Belutsch*innen. Als Mitgründer*in des in den Niederlanden ansässigen feministischen, antikapitalistischen und antiimperialistischen Jina Collective organisiert Seen Proteste, Vorträge und Community-Events und arbeitet eng mit Aktivist*innen innerhalb des Irans zusammen. Im Namen transnationaler Solidarität arbeitet Seen auch mit anderen feministischen, antiimperialistischen und antikapitalistischen Aktivist*innen weltweit zusammen. [Seen wird auf Englisch sprechen, es wird eine Flüsterübersetzung geben.]
Wir freuen uns auf einen intensiven, solidarischen Austausch und auf Eure Teilnahme.
ANMELDUNG: Die Teilnahme ist kostenfrei.
Rückfragen und verbindliche Anmeldungen bis 21.1.26 an: bildung@iz3w.org