Stoppt die US-Aggressionen in Venezuela!
Die Konflikte und Widersprüche auf der Welt spitzen sich immer mehr zu. In den vergangenen
Jahren konnten wir das ausbrechen zahlreicher regionaler Kriege beoachten, sowie das immer
aggressivere Vorgehen besonders mächtiger Staaten gegen anderen um ihre Interessen
durchzusetzen.
Besonders hervorstechen tut dabei immer wieder auch die USA, die durch ihr aggressives Vorgehen
versucht ihre Weltmachtsstellung zu sichern und sich für einen neuen großen Krieg in Stellung
zubringen. Dabei spielen weder die Bedürfnisse der eigene Bevölkerung noch die der Bevölkerung
anderer Länder eine Rolle. Das sehen wir an den Einschränkungen der demokratischen Rechte in
den USA, der inneren und äußeren Aufrüstung, sowie der aggressiven Außenpolitik.
Zuletzt hat es sich auch in den Angriffen auf Venezuela gezeigt.
Nach monatelangen Vorbereitungen haben die USA in der Nacht von Freitag auf Samstag mehrere
Angriffe auf das venezolanische Festland geflogen. Videos zeigen Explosionen, große Brände und
Rauchsäulen, die den Himmel über Venezuelas Hauptstadt zeichnen, und Venezolaner:innen, die
nach den Explosionen durch die Straßen von Caracas fliehen.
Von den Luftangriffen waren vor allem Venezuelas Hauptstadt Caracas, die Küstenstadt La Guaira
und die Bundesstaaten Miranda und Aragua betroffen. Die Angriffe konzentrierten sich dabei vor
allem auf die größte Militärbasis in Caracas, Fuerte Tiuna.
Währenddessen hat Venezuelas Präsident Nicolás Maduro den Ausnahmezustand ausgerufen und
die venezolanische Bevölkerung zur Mobilisierung gegen die US-Aggressionen aufgerufen. US-
Präsident Donald Trump hat derweil auf Truth Social die Festnahme Maduros verkündet und sich
für die Angriffe auf Venezuela auf die Schultern geklopft.
Die Angriffe stellen dabei den Höhepunkt der seit Monaten vorbereiteten Eskalation durch die USA
vor Venezuelas Küste dar. Unter dem Vorwand des „Kampfes gegen den Drogenhandel“ hat die US-
Regierung bereits dutzende Anschläge auf vermeintliche „Drogenboote“ in venezolanischen
Gewässern verübt und über Monate hinweg ihre militärischen Kräfte vor der venezolanischen Küste
zusammengezogen. Mehrere Kampfhubschrauber, zehntausend US-Soldat:innen, Atom-U-Boote
und der größte Flugzeugträger der Welt sollten Druck auf Maduros Regierung ausüben.
Früher waren es vermeintliche Massenvernichtungswaffen im Irak, heute ist es der vermeintliche
Drogenschmuggel, der die Bombardierung eines Landes durch das US-Militär rechtfertigen soll.
Die USA nutzen heute dieselben Lügen in anderem Gewand, um ihre imperialistischen Interessen
umzusetzen.
Um sich in ihrer Kriegsvorbereitungen unabhängiger von internationalen Energielieferanten zu
machen, wollen sich die USA nun also das venezolanische Öl und andere Ressourcen sichern. In
diesem Vorhaben spielt auch die venezolanische Opposition eine wichtige Rolle, die dem
amerikanischen Imperialismus bereits luxuriöse Ölabkommen in Aussicht stellte.
Doch warum sollte uns das in Deutschland interessieren und was können wir tun? Natürlich ist
Venezuela weit weg von Deutschland und der amerikanische Imperialismus scheint von hier aus
schier „unantastbar“. Das wirft für viele von uns die Frage auf, was wir überhaupt tun und wie wir
reagieren können.
Am Ende ist die Entwicklung rund um Venezuela aber nicht unabhängig von unserer Lage in
Deutschland. Die Angriffe der USA auf Venezuela entspringen einer Weltlage, die sich immer
weiter zuspitzt. Sie sind das Ergebnis eines Systems und einer Politik, die sich nicht nach unseren
Bedürfnissen, sondern nach Profitinteressen richten und dafür bereit sind, über Leichen zu gehen.
Die Menschen in Venezuela sind uns dabei viel näher als jeder Präsident oder Konzernchef der
Welt. Und die Aufrüstung, Militarisierung und immer aggressivere Außenpolitik verschiedener
mächtiger Staaten schaden uns allen.
Gemeinsam mit allen Arbeiter:innen auf der Welt, allen Menschen, die unter Kriegen und Angriffen
leiden, eine massive Masse, um dem etwas entgegenzusetzen.
Was können wir also tun?
Wir können heute auf die Straße gehen und so dem Widerstand der venezolanischen Bevölkerung in
Deutschland eine Stimme verleihen. Das hilft, den internationalen Druck auf die amerikanische
Regierung zu erhöhen, indem wir den deutschen Staat zum Handeln drängen. Aufgrund der
internationalen politischen Verflechtungen können also auch Aktionen in Deutschland einen
direkten Einfluss nehmen.
Zugleich stärken wir mit dieser Solidarität untereinander unsere Verbindungen. Wir beginnen, eine
Bewegung aufzubauen, die sich auch international gegen militärische Angriffe und Kriege wehrt,
und zeigen somit, dass wir das in keinem Land einfach so lassen.
Darüber hinaus können wir es aber auch ganz konkret mit unserer Lebenssituation in Deutschland
in Verbindung bringen. Auch Deutschland setzt aktuell alles daran, sich selbst in die beste
Ausgangsposition für künftige Eskalationen zu bringen. Der Sozialstaat, die Bildung und der
Gesundheitsbereich werden kaputtgespart und hunderte Milliarden in die deutsche Kriegstüchtigkeit
gepumpt. Währenddessen soll mit dem neuen Wehrdienstgesetz die Jugend wieder zum Dienst an
der Front verpflichtet werden. Wo sie am Ende auch wieder Arbeiter:innen aus anderen Ländern
gegenüberstehen werden, die am Krieg genauso wenig Interesse haben wie sie selbst.
Es gibt also viele gute Gründe, heute auf die Straße zu gehen gegen die Angriffe in Venezuela!
Also: Auf die Straße gegen die Angriffe auf Venezuela!