Hauptbahnhof Freiburg

Bismarckalle
7c
79098 Freiburg im Breisgau
Deutschland

Stoppt die Zerstörung der Umwelt durch den Phosphat- und Kalkabbau in Togo!

Wir rufen solidarische Personen, Geflüchtete und alle, die sich für die Umwelt, Natur und den Klimaschutz engagieren zur Teilnahme auf. Es gibt viele Gründe, dass wir am 15. Februar 2020 gemeinsam in Heidelberg auf die Straße gehen. Dieser gemeinsame Schritt fehlt uns allen noch!

Unser Aufruf richtet sich an alle geflüchteten und im Exil lebenden Personen aus Togo und Geflüchtete aus anderen Ländern. Viele, die sich für Demokratie und Gerechtigkeit in Togo eingesetzt haben, wurden verfolgt, haben ihr Land verlassen oder mussten fliehen. Sie alle hatten ein Ziel: Ein Ende der mittlerweile mehr als 50 jährigen Gnassingbé-Familien-Diktatur. Am 22. Februar 2020 finden in Togo Wahlen statt und der jetzige Präsident Faure Gnassingé wird sich seine Macht erneut bestätigen lassen. Faire und freie Wahlen sind nicht zu erwarten.

Unser Aufruf richtet sich an alle Antikolonialist*innen, die sich gegen einseitige Freihandelsabkommen und Freihandelszonen, Zusammenarbeit mit diktatorischen Regimen, EU-Handelsdiktate, Ausbeutung von Rohstoff- und menschliche Ressourcen einsetzen. Am 12. Dezember 2015 unterzeichnete Togo den Economic Partnership Agreement (EPA) mit der EU. Mit dem „Freihandels“- Abkommen ist beabsichtigt, dass 75 Prozent der Zölle auf Importe aus der EU in westafrikanische Länder abgeschafft werden. Damit wird die Fähigkeit der afrikanischen Länder, eine eigenständige Handelspolitik zu betreiben, weiter eingeschränkt. Attac Togo hatte gefordert, diese Verträge abzulehnen. Selbst die Parlamentariergruppe Französischsprachiger Staaten West- und Zentralafrikas des Deutschen Bundestages kritisierten die EPAs.

Unser Aufruf richtet sich an alle, die sich für Umwelt, Natur und gegen die vom Menschen verursachte Klimaveränderung engagieren. Die Westküste in Togo erodiert. Zehntausende Menschen sind davon betroffen und verlieren ihre Häuser. Zum einen ist die Tatenlosigkeit des Gnassingbé Systems daran schuld, aber auch der steigende Meeresspiegel, der die Erosion verstärkt. Das togoische Staatsunternehmen Société Nouvelle Phosphates du Togo leitet seit Jahrzehnten verschmutztes Abwasser von den Phosphatminen in den Atlantik, mit schlimmen Folgen für das maritime Ökosystem. In Deutschland wird der Phosphat-Dünger großflächig in der Landwirtschaft eingesetzt.

HeidelbergCement einer der größten Auslandsinvestoren baut in Togo Kalk auf einer Fläche von 14,1 km² für die Zementproduktion ab. Etwa 8 Prozent der weltweiten CO2Emissionen wird durch die Zementherstellung verursacht. Bei der Verbrennung, um Zementklinker herzustellen, verwendet HeidelbergCement in Togo Rohkohle. Es gibt aber auch Berichte von Arbeitskämpfen bei Scantogo (HeidelbergCement) in Togo und vom Einsatz Leiharbeiter durch Subunternehmen unter äußerst prekären Arbeitsbedingungen.

All das sind Gründe, dass wir zusammen auf die Straße zu gehen.

Die Probleme in Togo sind globale Probleme - gemeinsam gegen Ausbeutung und Umweltzerstörung!

Alle notwendigen Informationen findet ihr hier: https://www.aktionbleiberecht.de/

Wir sehen uns am 15. Februar 2020, 13 Uhr Hauptbahnhof in Heidelberg.

 

Gemeinsame Anreise mit dem Zug:
9.03 Uhr Freiburg
10.02 Uhr Offenburg
11:28 Uhr Karlsruhe

 

Diaspora Togolaise Allemangne(DTA) * Comité pour la Democratie et le Developpoment en Afrique (CDDA) * Flüchtlingsrat Baden-Württemberg * Aktion Bleiberecht Freiburg * Fridays for Future Freiburg, Asylarbeitskreis Heidelberg e.V., Seebrücke Heidelberg, Solidarity City Heidelberg, IL Stuttgart, Klimagerechtigkeits-Bündnis „Wurzeln im Beton“, Offene Antirassistisches  Treffen Karlsruhe, Aktionskreis Internationalismus (AKI Karlsruhe), IL Karlsruhe, Antirassistisches Netzwerk Baden-Württemberg, AIHD/IL Antifaschistische Initiative Heidelberg, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten Heidelberg, our voice- Radio Dreyeckland, MediNetz Freiburg, Freie Arbeiter*innen Union Freiburg, Rhythms of Resistance Heidelberg, united refugees rights movement kalrsruhe e.v, Deutsch-Togoische Medizinische Hilfsorganisation Albatros …. (Wer die DEMO unterstützen möchte, bitte eine Nachricht an: info@aktionbleiberecht.de.

 

gemeinsame Anreise zur Demo in Heidelberg
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