In Freiburg beginnt die Veranstaltung pünktlich ab 19 Uhr mit einigen Vorinformationen - ab 19:30 Uhr der Vortrag von Prof. Dr. Silke van Dyk
Wir schauen uns den Vortrag gemeinsam im Publik Viewing an, um anschließend Fragen diskutieren zu können.
Angesichts multipler Krisendynamiken wird gegenwärtig um eine Neuausrichtung des Kapitalismus gerungen. Dabei geht es grundlegend um das Verhältnis von (Privat-)Eigentum, Demokratie und sozialen Rechten. Zugleich bleibt die Eigentumsfrage eine auffällige Leerstelle der Sozialpolitik und Wohlfahrtsstaatsforschung, aber auch der einschlägigen politischen Praxis. Seit Jahrzehnten wird die Frage der Ressourcenverteilung gegenüber der Verfügungs- und Gestaltungsmacht priorisiert, die mit Eigentum verbunden ist. Eigentümer*innen besitzen aber nicht nur materielle Ressourcen wie Geld, Immobilien, Aktien oder Produktionsmittel, sie treffen auch weitreichende Entscheidungen, von denen viele betroffen sind, die ohne Mitsprache bleiben.
Ausgehend von den Arbeiten des französischen Soziologen Robert Castels entwirft der Beitrag ein Konzept des Sozialeigentums, das sowohl Transferleistungen (z.B. Rente oder Arbeitslosengeld) als auch das Kollektiveigentum an öffentlichen Infrastrukturen (z. B. Bildung, Kultureinrichtungen, Nah- und Fernverkehr) umfasst. Zugleich lenkt diese Konzeption von Sozialeigentum den Blick auf die Demokratisierung der Gestaltungsmacht und diskutiert die Chancen und Herausforderungen einer vergesellschafteten Sozialpolitik.
Veranstalter: Bundesweite Netzwerk ‚Gleiche soziale Rechte für Alle‘! – info@asylblg-abschaffen.de https://asylbewerberleistungsgesetz-abschaffen.de/