Die Filmeditorin Ziva Postec hatte bereits mit Alain Resnais, Jean-Pierre Melville und Orson Welles zusammengearbeitet, als sie Claude Lanzmann begegnete. Von 1979 bis 1985 widmeten die beiden ihre Leidenschaft und Energie dem neunstündigen Dokumentarfilm SHOAH. Catherine Héberts scharfsinniges Portrait verknüpft den oft schwierigen Lebensweg Postecs mit der Arbeit an diesem Riesenprojekt – 350 Stunden Filmmaterial galt es zu montieren, was die Editorin an ihre physischen und emotionalen Grenzen brachte. Héberts Film liefert viele neue Erkenntnisse über Ziva Postecs entscheidenden Beitrag zu dem kühnen Filmprojekt und würdigt auf diese Weise eine bisher weitgehend unbekannte kreative Persönlichkeit, ohne die Lanzmanns Film über die Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden nicht möglich gewesen wäre.
In Kooperation mit dem Freiburger Bündnis gegen Antisemitismus e.V. Gemeinsam mit dem Freiburger Bündnis möchten wir noch in diesem Frühjahr die Filmeditorin Ziva Postec zu einem Gespräch einladen.
Canada 2018, OmU, 92 Min, Regie: Catherine Hébert
Mi 11.03., 19:00
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Hinweise zur Barrierefreiheit:
Das Kino ist über eine Rampe zugänglich. Auch die Toiletten sind mit einem Rollstuhl zugänglich. Allerdings könnte Hilfe erforderlich sein, da einige (schwere) Türen zu öffnen sind, um dorthin zu gelangen. Der Kinosaal ist mit einer induktiven Tonanlage ausgestattet.