Ablauf der Demo:
18 Uhr Treffpunkt am Platz der alten Synagoge, dort ein paar Redebeiträge (jew. 3-4 min), dann Demozug: ca 1h Laufen, Start PDAS, durch die Innenstadt, Grether Gelände, Ende am Kyosk
Dort gibt es nochmal 2 Redebeiträge
Am Kyosk gibt es Küfa, es gibt veganes Essen
Sprache:
Die Demo ist auf Deutsch, es gibt keine Übersetzung. Hörverstärkung mit Mikro und Lautsprechern ist vorhanden. Es wird laute Musik gespielt und möglicherweise gibt es laute Geräusche durch einen Traktor
Barrieren:
Die Demoroute ist berollbar, enthält zum Teil Kopfsteinpflaster.
Awareness: Es gibt ein awarenessteam, welches an den lilanen Westen zu erkennen ist.
Weitere Infos:
- es wird keine Kinderbetreuung angeboten.
- Triggerwarnung wird, falls nötig, vor den Redebeiträgen rausgegeben.
- Die Räumlichkeiten des kyosk sind nicht/nur bedingt barrierefrei zugänglich, es gibt keine barrierearme Toilette. Es wird nicht geraucht, es kann Alkoholkonsum stattfinden.
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2025 jähren sich die zahlreichen, flächendeckenden Aufstände von Bäuer*innen, die als „Deutscher Bauernkrieg“ in die Geschichte eingegangen sind, zum 500. mal.
Noch immer haben wir genügend Gründe für Aufstand.
Die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Kleinbäuer*innen bleiben weltweit prekär.
Die Agrarindustrie macht sich, genau wie 1525 in der Zeit des Übergangs von Feudalismus zu Kapitalismus, an überlebenswichtigen Ressourcen wie Land, Wasser und Saatgut zu schaffen.
Auch die Folgen des Klimawandels sind für Menschen, deren Existenz in direkter Abhängigkeit von Boden und Wasser steht am akutesten spürbar.
Menschenrechtsverletzungen an Kleinbäuer*innen sind vor allem im globalen Süden an der Tagesordnung und der global erstarkende Faschismus verstärkt ihre Ängste und Sorgen.
Gewalt und Entmachtung richtet sich besonders an Frauen, die einen Großteil der Kleinbäuer*innen und Landarbeiter*innen ausmachen.
Auch die kleinstrukturierten, landwirtschaftlichen Betriebe vor den Toren Freiburgs stehen vor Herausforderungen. Beschäftigten in der Landwirtschaft können oft nur sehr niedrige Löhne gezahlt werden, auch am Arbeitschutz wird häufig gespart. Dabei schließt ein Betrieb nach dem anderen.
Auf einem globalisierten Markt sind es die Agrarkonzerne, die mit Landgrabbing, Wasserraub und mehr Rücksichtslosigkeit als Nachhaltigkeit die Preise für Lebensmittel drücken. Supermärkte wie Aldi, Lidl und Co. werben mit unterirdisch niedrigen Preise für Obst und Gemüse, das natürlich direkt vom Acker nebenan in die Auslage gerollt ist.
Der Kontrast zwischen dem millionenschweren Lidl-Eigentümer Dieter Schwarz und den präkarisierten Saisonarbeiter*innen, die Ernte für Ernte auf die Felder Europas gekarrt werden, könnte nicht größer sein.
Der 17. April steht im Gedenken an die Opfer des Massakers von Eldorado do Carajás (Brasilien) im Jahr 1996, bei dem 19 Bäuer*innen, die ihr Recht auf Land verteidigten, gewaltsam von brasilianischen Behörden ermordet wurden.
An diesem Tag wollen wir Sichtbarkeit für unsere Herausforderungen schaffen und gemeinsam laut sein für Ernährungssouveränität* und echte Klimagerechtigkeit!
Deshalb kommt zur Demo am 17. April um 18 Uhr zum Platz der alten Synagoge!
Bevor wir loslaufen wird es Redebeiträge geben, und nach der Demo laden wir zur Küfa im Kyosk ein.
*Soziale Bewegungen weltweit fordern Ernährungssouveränität als eine wichtige Antwort auf die soziale und ökologische Krise. Ernährungssouveränität ist das Recht der Menschen auf gesunde und kulturell angepasste Nahrung, nachhaltig und unter Achtung der Umwelt hergestellt. Ernährungssouveränität stellt lokale und nationale Wirtschaft und Märkte in den Mittelpunkt. Sie fördert kleinbäuerliche Landwirtschaft, traditionellen Fischfang und die Weidewirtschaft. Sie garantiert, dass die Nutzungsrechte auf Land, Wälder, Wasser, Saatgut, Vieh und Biodiversität in den Händen jener liegen, die das Essen erzeugen. Ernährungssouveränität bildet und stützt neue soziale Beziehungen ohne Unterdrückung und Ungleichheit zwischen den Geschlechtern, der Herkunft, sozialen Klassen und Generationen. (Auszug aus der N6yeleni-Deklaration 2007)
Mailadresse für Rückfragen: 17april(at)riseup.net
