Wenn wir am 8. MĂ€rz auf die StraĂe gehen, dann stellen wir uns in die Geschichte des internationalen Frauenkampfes. Es waren Frauenrechtlerinnen und RevolutionĂ€rinnen, die fĂŒr ihre körperliche Selbstbestimmung, ihre wirtschaftliche UnabhĂ€ngigkeit und ihre Freiheit gekĂ€mpft haben.
Schon auf der zweiten sozialistischen Frauenkonferenz 1910 wurde die EinfĂŒhrung des internationalen Frauenkampftages beschlossen und die Notwendigkeit gesehen, den Kampf fĂŒr Frauenbefreiung und damit einhergehend gegen die drohende Kriegsgefahr zu fĂŒhren.
In einer kapitalistischen Welt zu leben, bedeutet auch, wirtschaftlichen Krisen im Krieg ausgeliefert zu sein. Darunter leiden vor allem Frauen auf der ganzen Welt, denn die Situation von Frauen ist in Kriegssituationen besonders schlecht: Frauen werden besonders in Kriegs- und Krisenzeiten mehr in die Reproduktionsarbeit hinter den Herd oder in die Rolle als GebĂ€rmaschine gedrĂ€ngt, um die nĂ€chste Generation der Arbeiter:innen zu garantieren. Auch mit dem immer gröĂer werdenden Rechtsruck in Deutschland erstarken traditionelle Rollenbilder.
Wer da als Frau nicht mitmacht, erfĂ€hrt Gewalt. Der steigenden patriarchalen Gewalt wird allerdings nicht mit ausreichenden FrauenhausplĂ€tzen oder der Anerkennung von Femiziden als Tatbestand entgegengewirkt. Stattdessen nutzen konservative KrĂ€fte und Faschist:innen die steigende patriarchale Gewalt als FlĂ€che fĂŒr rechte Hetze gegen unsere migrantischen Klassengeschwister. Doch wir lassen uns nicht spalten! Wir wissen, nur mit Klassenbewusstsein und FrauensolidaritĂ€t können wir das Patriarchat ĂŒberwinden! Dabei ist fĂŒr uns klar: Unsere SolidaritĂ€t ist internationalistisch, denn der Kampf um Frauenbefreiung wird weltweit gefĂŒhrt. Wenn wir auf die StraĂe gehen, gehen wir fĂŒr die Befreiung aller Frauen auf die StraĂe, wir verteidigen die Frauenrevolution in Rojava und sagen: Nehmt ihr uns eine, antworten wir alle!
Das Patriarchat kann jedoch im Kapitalismus nicht ĂŒberwunden werden, denn dieser wĂŒrde ohne patriarchale UnterdrĂŒckung nicht funktionieren. Der Kapitalismus braucht Frauen, die zu Hause unbezahlte Reproduktionsarbeit leisten und im Job unterbezahlt pflegen, erziehen, kassieren und putzen. Er braucht die Einteilung in Frau und Mann. Echte Gleichberechtigung kann es im Kapitalismus nicht geben. Nicht fĂŒr Frauen und nicht fĂŒr queere, non-binĂ€re und intergeschlechtliche Personen. Deshalb kĂ€mpfen wir nicht nur gegen das Patriarchat, sondern auch immer gegen den Kapitalismus. Frauenrevolution heiĂt Klassenkampf!
Als Arbeiter:innen haben wir in keinem imperialistischen Krieg etwas zu gewinnen.
Wir sind nur dann frei, wenn alle frei sind!
Wir stehen in internationaler FrauensolidaritĂ€t mit all den Frauen, die gegen imperialistische Besatzung aufstehen wie in PalĂ€stina und die Frauenrevolution leben, obwohl sie dafĂŒr ihr Leben geben wie in Kurdistan! Jin Jiyan Azadi! Frauen Leben Freiheit!
Deswegen kommt mit uns
âŠam Vorabend zum 8.MĂ€rz auf die revolutionĂ€re Vorabenddemo, nĂ€mlich am 7.3. um 18:30 am Europaplatz!
⊠am 8.MÀrz rein in den internationalistischen Block!
⊠am 9.MĂ€rz zum Frauenstreik, zum Aktionstag ab 13 Uhr am RathausplatzÂ