Seit Mitte der 2000er Jahre sind die Beschwörungen von “Gender-Ideologie”, “Erziehung zum Einheitsmenschen” und “feministische Weltverschwörung” mindestens unter AntifeministInnen in aller Munde. In ihrem Buch „Angst um die Vormachtstellung. Zum Begriff und zur Geschichte des deutschen Antifeminismus“ zeichnet Rebekka Blum die Entwicklungen des Antifeminismus im Kaiserreich und seit 1990 nach. Hieran verdeutlicht sie die Gefahr des Antifeminismus als mobilisierende Bindeglied-Ideologie von konservativen, religiös-fundamentalistischen, maskulinistischen bis hin zu (extrem) rechten Bewegungen.

Im Vortrag stellt sie Auszüge ihres Buchs vor und wird auch auf aktuelle antifeministische Entwicklungen bei den verschwörungsideologischen Protesten gegen die Corona-Maßnahmen eingehen. Hieran zeigt sie die historisch-kontinuierliche Verschränkung von Antifeminismus zu weiteren Ideologien wie Rassismus, völkischer Ideologie und insbesondere Antisemitismus und verdeutlicht, dass es notwendig ist Antifeminismus als gefährliches Phänomen ernst zu nehmen und zu bekämpfen.

Rebekka Blum ist Soziologin und politische Bildnerin mit den Schwerpunkten Geschlechterverhältnisse und (extreme) Rechte. Aktuell forscht sie zur Geschichte des Antifeminismus. Sie engagiert sich in feministischen Zusammenhängen und in der Bildungsarbeit gegen rechts. Ihr Buch "Angst um die Vormachtstellung - Zum Begriff und zur Geschichte des deutschen Antifeminismus" erschien 2019 bei Marta Press

Der Vortrag wird über den Youtubekanal "StuRa Uni Freiburg" gestreamt werden: https://www.youtube.com/channel/UC93Qv1w9jUf6VjHBiMyFlCw

Vortrag von Rebekka Blum
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