Am 22.Juni jährt sich zum 85. Mal der Tag des deutschen Überfalls und Vernichtung-Feldzuges auf die Sowjetunion, die Operation Barbarossa.Dabei wurden unzählige Dörfer und Städte verwüstet, große Teile des Landes zerstört. Die Sowjetunion beklagte mehr als 27 Millionen tote Sowjetbürger.
Von einer deutschen Erinnerungskultur oder historische Verantwortung und Verpflichtung gegenüber dem Nachfolge-Staat Russland - analog zur deutschen Staatsräson gegenüber Israel trotz dessen Kriege und Besatzungspolitik- ist nichts zu spüren.
Im Gegenteil, in Deutschland können Gedenkfeiern an sowjetischen Ehrenmale in Berlin, an denen tausende sowjetische Soldaten begraben sind, nur unter rigiden Polizeikontrollen und beschämenden Auflagen und Einschränkungen stattfinden. Die Begründung dafür ist, dass der Nachfolgestaat Russland seit 2022 Krieg gegen die Ukraine führt und russische Propaganda unterbunden werden soll. Gespräche oder diplomatischen Initiativen mit Russland zur Beendigung dieses Konflikts und Stellvertreter-Krieges finden von deutscher Seite nicht statt, stattdessen aber eine massive militärische Unterstützung der Ukraine. Zudem wird Russland unterstellt, dass es 2029 einen Angriff auf NATO-Staaten plane, obwohl bereits heute die europäischen NATO-Armeen Russland haushoch überlegen sind, was konventionelle Waffen anbelangt. Deutschland rechtfertigt damit seine gigantische Aufrüstung „was immer es koste“, während die Axt im Sozialbereich angelegt wird, weil der Sozialstaat nicht mehr finanzierbar“ (Kanzler Merz) sei.
"Frieden mit Russland - eine immer noch unerledigte Aufgabe" stellte Prof. Wolfram Wette, Militär-Historiker a.D. und Friedenspreisträger der INTA-Stiftung, bei einer Friedenskonferenz 2025 in Heidelberg treffend fest. Das Freiburger Friedensforum und die DFG-VK haben Herrn Prof. Wette gebeten am Jahrestag des deutschen Überfalls darüber zu reden
Der Referent ist Prof. Wolfram Wette.
Veranstalter: Freiburger Friedensforum, DFG-VK