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Strandcafé

Adlerstraße 12
79098 Freiburg im Breisgau
Deutschland

Die Rote Hilfe Freiburg läd herzlichst zu folgender Veranstaltung ein: 

"Die Überwachung des VS ist eine Gewalt, die sich gegen unsere Kämpfe für eine gerechte Welt richtet. Denn der Staat und seine Überwachungsbehörden wollen diese gerechte Welt nicht. Sie stehen für die Fortsetzung von Armut, Gewalt und Unterdrückung. Für die Fortsetzung dieses Systems sind wir gefährlich und das ist gut so."

Mit diesen Worten äußert sich die IL Bremen im Januar 2026 zu einem bei ihr vor kurzem aufgedeckten Spitzelfall, welcher sich über 8 Jahre hinzog. Kurz zuvor war ein Spitzel aus der französischen Linken aufgeflogen, welcher auch in der BRD schnüffelte. Diese Vorfälle ziehen sich durch, von Kiel nach Göttingen oder Wuppertal. Ein Spiel so alt wie die Menschheit: Die herrschende Klasse möchte mitbekommen, was im Verborgenen getrieben wird, wie sich subkulturelle und außerparlamentarische Räume für eine gerechte Welt und gegen Faschismus organisieren.

So wurde auch in Heidelberg 2010 für neun Monate spitzelt. Hiervon wird eine betroffene Person direkt berichten, auf Grundlage des neu aufgelegte Buches "Spitzel - V-Personen - Spycops - Typologie - Demaskierung" im Immergrün Verlag.  Es wird auch auf die repressive Situation in Baden-Württemberg eingegangen werden. Abrundend soll den Aktivist*innen ein Leitfaden an die Hand gegeben werden, wie der Einsatz von Spycops verunmöglicht, extrem erschwert oder zumindest frühzeitig beendet werden kann.

Damit möchten wir der Forderung einer Bremer Gruppe nachgehen, welche nach dem Spitzelangriff fordert:

"Es ist eine Aufgabe der Bewegung, ein Klima zu schaffen, das nicht durch Sanktionen und Angst bestimmt ist. Aus der aktuellen Situation muss auch die Konsequenz gezogen werden, dass wir [...] Genoss*innen stärker ermutigen, von Anquatschversuchen oder Verrat zu erzählen. Hierzu müssen ihnen Werkzeuge an die Hand gegeben werden."

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Solltest du vom Verfassungsschutz angesprochen werden dann verweigere das Gespräch! Du bist rechtlich nicht zu einem Gespräch verpflichtet und solltest dies auch in keinem Fall tun. Wenn du überrumpelt wirst, blocke jeden Kontatktversuch ab. Schreibe im Anschluss am besten ein kurzes Gedächtnisprotokoll (Aussehen der Person, Ablauf des Gesprächs) und setze dich mit der Ortsgruppe der Roten Hilfe oder eine andern Antirepressionsgruppe in Verbindung. Selbiges gilt auch für den polizeilichen Staatsschutz. Falls du unter Druck gesetzt wird, melde dich ebenfalls, wir finden eine Lösung. 

Lasst uns freundlich und ofen bleiben, haltet aber trotzdem eure Ohren offen und macht jeden Anquatschversuch öffentlich, nur so können wir sie aus dem Verborgenen holen!

Leitfadengespräch wie wir uns schützen können
Cover des neu aufgelegten Buches
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