-
KTS - Kulturtreff in Selbstverwaltung (KaTS)

Basler Straße 103
79100 Freiburg im Breisgau
Deutschland

Ein Workshop in deutscher Lautsprache
Dienstag 10.2. 18:30 bis 21:30
Kats
Barrieren am Ende des Textes

Wir werden uns mit einigen Fragen durch den Workshop hangeln (sie unten bei Ablauf), wenn du da noch Ideen hast für gute Fragen dann schreibt dir gerne. Und gerne auch ein unverbindliche „Anmeldung“ damit ich/wir es einschätzen können wie viele menschen kommen und gerne auch ein bissel wie du zum Thema stehst.  An: HaustuerenFreiburg@disroot.org
Ich freue mich besonders wenn Menschen zum Workshop kommen die (autonom) politisch arbeiten und eine klare ablehnende Haltung gegenüber Parteien und Parlamenten haben und von ihnen zu hören.

Welchen Platz haben widerständige, autonome und emanzipatorische Bewegungen und Kämpfe in Parteien und Parlamenten?
Was können Parteien und Parlamente für widerständige, autonome und emanzipatorische Kämpfe tun?
Alte Fragen auf die es verschiedenste Antworten gibt. Meistens aber vorallem auch:

Der liberale repräsentative Parlamentarismus wurde von weißen (cis-endo, abled, bürgi-) Männern für weiße (...) Männer gemacht und das hat sich bis heute nicht geändert, er und seine Parteien sind geprägt von Vorherrschaft und Unterdrückung. Teilhabe von marginalisierten Menschen heißt für ihn Assimilation und Tokenism.
Widerständige, autonome und emanzipatorische Kämpfe sind genau das: widerständig, autonom und emanzipatorisch…. es passt nicht zusammen, außer vielleicht eher abgegrenztes taktisches Zusammenarbeiten bei der basically Glaubwürdigkeit gegen Ressourcen getauscht werden.

Ich und ich glaube auch viele andere stellen sich die Frage in Anbetracht des drohende Faschismus und der kompletten Machtübernahme der Oligarchen nochmal neu und mit sehr hoher Dringlichkeit.

Am Dienstagabend wollen wir uns diese Frage gemeinsam stellen (siehe unten Ablauf) und dabei insbesondere den marginalisierten Perspketiven Raum geben und die vielfältigen Widerstände abbilden die es gegen die liberale Demokratie/den Staat gibt bevor wir vielleicht schauen was sich daraus ergibt und es Möglichkeiten gibt das sinnvoll einzubinden in Parlamentarische und Parteistrukturen (wobei ich dabei vor allem an die Linke und Mera25 denke).

Der Workshop ist als grundsätzliche Diskussion angelegt und ich wollte ihn schon länger machen, aber der Anlass ist die Landtagswahl am 8. März und auch die Frage ob mensch da noch aktiv werden will/sollte bzw. wie das sinnvoll möglich wäre. Dafür wird es auch Raum geben am Ende des WS und es ist auch möglich andere Themen in der Zeit anzuschauen (siehe unten Ablauf)

 

Hier kommen einige These die begründen sollen dass es sinnvoll und notwendig ist sich diese Fragen zu stellen/am Workshop teilzunehmen:

- Widerständiges und autonomes Arbeiten macht Sinn, in allen Formen von Staat, aber macht es nicht mehr Sinn bzw. ist erfolgsversprechender im liberalen Parlamentarismus als im Faschismus?
Macht es deshalb nicht Sinn das Überleben des liberalen Parlamentarismus zu unterstützen?

- Viele betroffene von struktureller Gewalt können mehr schlecht als recht einen Platz zum überleben im Liberalen Kapitalismus finden, aber zumindest können viele überleben oder zumindest darum kämpfen. Im Faschismus wird es geben: Flucht oder Ermordet werden. Wenn wir unsere Arbeit als im Sinne der Betroffenen verstehen: Ist es nicht notwendig ihr überleben so gut es geht zu ermöglichen, auch wenn das heißt vorher ein unterdrückendes nicht nachhaltiges System zu unterstützen?

- Liberalen Parteien machen ja immer mal wieder Mobilisierungen gegen den Faschismus und können dabei die notwendigen Massen auch kurzzeitig aktivieren. Ihnen fehlt aber das Wissen was dafür nötig ist um effektiv gegen den Faschismus zu kämpfen. Ist es nicht sinnvoll darüber nachzudenken wie dieses Wissen geteilt werden kann, auch wenn die bedenken vor Aneignung und vorallem dem Verweigern die eigene Positionierung und Verantwortung bei Unterdrückung zu hinterfragen bei den bürgis zu Recht groß sind. Denn auch dafür gibt es ja Ansätze, wie da Verständnis und Reflexion gefordert und begleitet werden kann. Und sachen wie widersetzen zeigen ja dass die bürgis (bzw. die viele aus bürgi-verhältnissen kommende) in größerer Zahl anfangen Erfahrungen zu machen insbesondere mit Repression und anfangen daraus zu lernen.



--------------------------

Ablauf:
 

0. Begrüßung und vorstellen des Ablaufs

1. Barometer-Aufstellung zu verschiedenen Fragen (stimme voll zu – stimme gar nicht zu, und alles dazwischen)
Überlegt dabei schon mit wem es für euch passt in eine Kleingruppe zu gehen, gerne mit Menschen die sich anders zu den Fragen positionieren als du aber nicht unbedingt Menschen mit denen ihr ganz weit außeinanderliegt;

Fragen:

- Zusammenarbeit mit Parteien/Arbeit in Parteien macht Sinn

- Das aktuelle politische System /der letzten Jahrzehnte gibt Raum um selbstbestimmt zu leben
- marginalisierte Personen können an dem aktuellen System teilhaben und mitbestimmen
- der Faschismus muss um jeden Preis verhindert werden

 

2. Einzelarbeit

8 minuten: wie positioniere ich mich, wie stehe ich zu den fragen? Wo bin ich klar und warum?, wo gibt es unterschiede zwischen emotionaler Position und rationaler, warum?
Wie möchte ich das gleich in der kleingruppe in 3 minuten darlegen

 

 

3. erste Kleingruppenarbeit
a) gruppen finden sich (4-5 personen)
Zeitwächer*in finden
b) Check-Inn: Wie bin ich hier, kurz: warum bin ich gekommen; 1,5 minuten (1 min 10 sec.)

Gespräch 20-25 minuten:
pro person 3-4 minuten: wie seht ihr das Thema, wie seid ihr positioniert, gerne an Hand der Fragen des Barameter/was ihr aufgeschrieben habt.
Wir beginnen mit den Menschen die bei den ersten 3 fragen eher nein sich positioniert haben.
Schreibt euch rückfragen auf.
Restliche Zeit Rückfragen und Diskussion und
5-10 minuten: Was wollen wir in die Gruppe zurücktragen? Gab es konsens der vorher noch nicht da war; welche Perspektive/Argumente finden wir wichtig.

4. Zusammentragen der Ergebnisse auf Flipcharts

 

- Pause -

 

5. zweite Barometeraufstellung:
merkt euch gerne schon menschen die mit euch mittel bis ziemlich stark nicht übereinstimmen und mit denen ihr euch vorstellen könnt zusammenzuarbeiten

- Das was es für eine Zusammenarbeit (zw. Parteien/parlamenten und autonomen) gegen den Faschismus braucht an Ressourcen und Zeit lässt sich finden, aktivieren und erarbeiten ja/nein

- Ich glaube Parteien und Parlamente sind im Sinne von machtkritik und emanzipation transformierbar
- Ich habe Lust mich auf Prozesse von Zusammenarbeit (partei/autonom) einzulassen

 

6. Einzelarbeit

8 minuten: Wie stehe ich zu den Fragen? wie ist das für mich in meiner Situation konkret?

Was fände ich gut was gleich in der Gruppe besprochen wird.
Wie ist es mit den Fragen:

- Warum kann das nicht funktionieren? Welche Herausforderungen und Hindernisse gibt es?

- Was würde es brauchen/Was braucht es damit es funktionieren kann?

 

7. zweite Gruppenarbeit
Gruppen finden sich 4-5 Menschen
Zeitwächter*in findet sich
30 minuten
4 min pro person, Anfangen bei den Menschne die eher gesagt haben „nein“ bei den Fragen:
Die fragen von eben: Warum kann es nicht funktionieren? Etc.
15-10 min: Wie könnte es aussehen

8. Ergebnisse zusammentragen
Auf flipchart

je nach bedürfniss Zeit: Rückmeldungen in die Gruppe
ausblick auf 9.
Check-Out für die die gehen möchten

- Pause -

9. Ist die aktuelle Basisarbeit von der Linken/Team Sarah und der Wahlkampf von Sarah Schnitzler ein passender Rahmen/Gelegenheit um aktiv zu werden
oder
Andere Themen und Gruppenarbeit

10.
je nach dem ob es verschiedene Gruppen gab:
Zusammentrage und/oder wie geht es weite?

 

11. Check-Out


----------------------------------

Barrieren
Die kats ist nicht berollbar (siehe https://katsfreiburg.noblogs.org/barrieren/ ), eine abholung an der Straßenbahn und ein tragen eines Rollstuhles in den Raum ist möglich, allerdings sind auch die Klos ziemlich eng, auch hier wäre ein tragen der Person möglich.
Besser ist vielleicht aber die Teilnahme per Video-Call im Sinne einer Hybridveranstalltung mit buddy-system (Person vor Ort die darauf achtet dass du anschluss hast an die Prozesse).
!!! Dieses Angebot ist für Menschen denen es ansonsten nicht oder nur unter Anstrengungen möglich wäre teilzunehmen. Es ist nicht grundsätzlich eine Hybridveranstaltung an der Menschen „bequem von zu Hause“ teilnehmen können sollen !!!
Melde dich dafür und für alle anderen Zugangsbedürfnisse gerne per Mail an HaustuerenFreiburg@disroot.org
oder per signal-pn an iman.64

 

---------------------
 

Anleitende Person
Iman: seit 5 Jahren in verschiedenen Zusammenhängen von aktivismus und community-building aktiv, vorallem queerfeministische und seit ca. 2 Jahren verstärkt auch antikoloniale, z.b. trans-all, 8März. Seit knapp4 Jahren bei der Partei die Linke und seit einem guten Jahr am intensiven arbeiten mit bzw. abarbeiten an der Partei aus autonomer, machtkritischer und emanzipatorischer Perspektive.
 

Das ist eine autonome ;-) Veranstaltung organisiert von mir als einzelperson, Ich danke TransAll für die Veröffentlichung über tacker
 

Wie sich aus emanzipatorischer Perspektive verhalten im aktuellen Landeswahlkampf?
Type of Event
Organization