Der Referent, Professor Dietrich Oberwittler vom Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht, befasst sich seit seiner Promotion mit Fragen der Jugenddelinquenz und Jugendkriminalpolitik. Neuere empirische Untersuchungen, die er zusammen mit weiteren Forschenden in Europa durchführte, ergaben nun, dass entgegen ewiger Sorgen über die Verrohung der Jugend die messbare Jugendkriminalität in den letzten 20 bis 30 Jahren in vielen Industrieländern deutlich gesunken ist. Die Jugendlichen sind heute friedlicher und braver als noch vor einer Generation. Aktuelle Analysen zeigen, dass ein maßgeblicher Faktor für den Rückgang ein verändertes Freizeithalten von Jugendlichen ist – sie gehen weniger aus und trinken weniger Alkohol, und sie sind häufiger im Cyberspace. Dies stellt einige ‚klassische‘ Erklärungsansätze in Frage, die vorrangig soziale Probleme und Benachteiligungen als Ursachen von Jugendkriminalität sehen.
Im Vortrag werden die empirischen Grundlagen und theoretischen Implikationen dieser Entwicklung vorgestellt. Im Anschluss wollen wir mit Ihnen gemeinsam über seine Thesen diskutieren.
Weitere Informationen finden Sie im Anhang und hier: https://strafrecht-online.org/tacheles-jugend
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Wir würden uns sehr freuen, Sie zu dieser Veranstaltung begrüßen zu dürfen. Sofern Ihnen noch weitere potenziell Interessierte in den Sinn kommen, bringen Sie diese gerne mit.
Beste Grüße und vielleicht bis nächste Woche
Roland Hefendehl